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Die 84. Oscarverleihung

Die 84. Oscarverleihung am 26. Februar 2012 könnte zum Triumph eines nahezu ausgestorbenen Filmgenres werden. Mit 10 Oscar-Nominierungen gehört der Stummfilm The Artist zu den diesjährigen Favoriten. Zur Überraschung, Entzückung oder Empörung des Kinopublikums verzichtete die gelungen Widerbelebung des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius auf jegliche Form von Tönen (Dialoge, Off-Stimme und Geräusche) und setzte wie vor 100 Jahren üblich allein auf eine grandiose Filmmusik zur Begleitung des Schwarzweiß-Films.

Die zweite Hommage an die goldenen Zeiten des Kinos Hugo Cabret nutzte stattdessen sämtliche technischen Mittel des 21. Jahrhunderts. Martin Scorseses – viagra generic canada discount – erster 3-D-Film entführt den Zuschauer in ein malerisches Paris der 30er Jahre und ist ein Abenteuerfilm für die ganze Familie. Während Meisterregisseur Scorsese 11 Nominierungen einheimste, muss sich sein Pendant Steven Spielberg mit sechs für den „Pferde-Film“ Gefährten begnügen.

Besondere Spannung herrscht wie so oft bei der Oscarverleihung bei der Wahl des besten Schauspielers. Neben dem stets oscarwürdigen Gary Oldman für seinen Smiley aus John Le Carres Bestsellerverfilmung Dame, König, As, Spion sind die beiden Ex-sexiest-man-a-life George Clooney und Brad Pitt nominiert. Statt Pitts unnachgiebiger Vaterrolle aus dem düsteren The Tree of Life von Terence Malick, gewann immerhin die goldene Palme, würdigte Hollywood seinen Part als revolutionärer Football-Manager in Moneyball – Die Kunst zu gewinnen. Beide Filme konkurrieren übrigens in der Kategorie „bester Film“ wie auch The Descendants – Familie und andere Schwierigkeiten. Für seine Rolle in dem Drama von Alexander Payne (About Schmidt) gilt George Clooney nach Nominierungen für Michael Clayton und Up in the Air als einer der Favoriten. Clooney Politparabel Ides of March geht übrigens in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch an den Start. Der Oscar Abräumer früherer Jahre Tom Hanks (Forrest Gump) wurde für Extrem laut und unglaublich nah hingegen nicht nominiert. Die Aufarbeitung von 9/11 im Citizen Kane Stil hat wie der Aufstand der Bediensteten in The Help und Woody Allens romantische Komödie Midnight in Paris nur Außenseiterchancen auf Hollywoods Krone als bester Film des Jahres.

 

Insgesamt siebzehnmal wurde Meryl Streep für einen Oscar vorgeschlagen. 2012 stehen ihre Chancen für Die eiserne Lady alias der englischen Premierministerin Margaret Thatcher gar nicht schlecht. Etwas überraschend wurde auch Rooney Maria als Lisbeth Salander in David Finchers US-Version von Verblendung nominiert.

Die deutschen Oscar-Hoffnungen ruhen auf Wim Wenders – siehe die besten deutschen Filme – Dokumentarfilm über die legendäre Tänzerin Pina Bausch. Außerdem macht sich der deutsch-indische Kurzfilm Raju Hoffnung auf eine der begehrten Oscar Trophäen.

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Roberto Mißbach

Ich liebe gute Filme, es muss nicht immer gleich ein Blockbuster sein, der mir einen schönen Abend bereiten kann. Anspruchsvoll und voller Spannung sollte es schon sein.

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