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Bernd Eichinger ist Tot

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Die unendliche Erfolgs-Geschichte von Bernd Eichinger ist zu Ende. Der Filmproduzent ist tot.
Kino-Vorschau trauert mit der ganzen Welt um Deutschlands erfolgreichsten Produzenten der letzten 30 Jahre. Mit 61 Jahren starb Bernd Eichinger am 24. Januar in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen eines Herzinfarkts. Viele seiner 70 Filme, wie zuletzt Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders, Der Schuh des Manitu oder die Resident Evil Trilogie sind Kassenschlager.

Mehr als nur Literaturverfilmungen mit internationalen Stars

Bernd Eichinger, 1949 in Naumburg an der Donau geboren, setzte schon bald nach seiner Ausbildung an der Filmhochschule neue Maßstäbe im Deutschen Kino. Sein Erfolgsrezept nach seinem Welterfolg Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo über die wahre Leidensgeschichte eines drogenabhängigen Mädchens scheint denkbar einfach: Die Verfilmung eines Bestsellers mit internationalen Stars. Beste Beispiele sind die Welterfolge wie Michael Endes Kinderbuchklassiker Die unendliche Geschichte, Der Name der Rose mit Sean Connery als Mönch oder Das Geisterhaus. Eichinger war immer ein Produzent, dem das Publikum am Herzen lag. Als Chef von Constantinfilm produzierte er auch sehr erfolgreich Deutsche Komödien wie Werner – Beinhart!, Ballermann 6 oder Til Schweigers (neu bei Kino Vorschau mit Kokowääh) ersten Erfolg Manta, Manta. die Auch die Comicverfilmungen Fantastic Four gehen auf sein Konto. Grund genug für Kritiker, Eichinger als Kommerzkönig zu beschimpfen. Besonders im letzten Jahrzehnt hat sich Bernd Eichinger jedoch intensiv mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt. Der Untergang über die letzten Tage Adolfs Hitler und der Baader Meinhof Komplex über Deutschlands Terroristen der siebziger Jahre greifen ernste Themen für ein breites Publikum auf. Beide Filme wurden zu Recht bei der Oscar-Verleihung für den besten ausländischen Film nominiert. Gewonnen hat Eichinger die Trophäe allerdings mit Charlotte Links Nirgendwo in Afrika. Hinzu kommen weitere zahlreiche Auszeichnungen, alleine vierzehnmal erhielt er den Deutschen Filmpreis.

Lebemann und leidenschaftlicher Drehbuchautor

In engen Röhrenjeans und Turnschuhen gab sich der Münchner Lebemann Eichinger immer leutselig. Affären oder mehr mit den Schauspielerinnen Hannelore Elsner, Barbara Rudnik, Katja Flint oder Corinna Harfouch gehörten ebenso zu seinem Image wie Vorwürfe, er sei ein tyrannischer Mogul und nur geil auf den kommerziellen Erfolg. Eichingers Wunsch selbst Regie zu führen, wie beim SAT1-Film Das Mädchen Rosemarie, stieß beim Publikum auf wenig Gegenliebe. Nach der Rückkehr zu seiner ersten Ehefrau Katja Hofmann und seinem Rückzug als Vorstandschef der Constantin AG intensivierte er seine Arbeit als Autor wie etwa bei Baader Meinhof Komplex und Das Parfum. Bernd Eichingers einzige Tochter Nina ist uns als Moderatorin von „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt.

Kinovorschau hält eine Anzahl von Trailern von Filmen Bernd Eichingers für euch bereit.

Filme von Bernd Eichinger

1976: Der Starke Ferdinand

1977: Stunde Null

1977: Hitler, ein Film aus Deutschland (Produzent)

1977: Die Konsequenz (Produzent)

1978: Taugenichts

1978: Die gläserne Zelle (Produzent)

1979: Geschichten aus dem Wienerwald (Produzent)

1979: Falsche Bewegung (Produzent) 

1981: Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Produzent)

1984: Die unendliche Geschichte (Produzent)

1986: Der Name der Rose (Produzent)

1988: Ich und Er (Produzent)

1989: Letzte Ausfahrt Brooklyn (Produzent)

1990: Werner – Beinhart! (Produzent)

1991: Manta, Manta (Produzent)

1992: Salz auf unserer Haut (Produzent)

1993: Der Zementgarten (Executive Producer)

1993: Das Geisterhaus (Produzent)

1994: Der bewegte Mann (Produzent)

1994: Voll normaaal (Produzent)

1996: Das Superweib (Produzent)

1996: Das Mädchen Rosemarie (Fernsehfilm) (Drehbuch, Regie und Produzent)

1997: Ballermann 6 (Produzent)

1997: Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Produzent)

1998: Opernball (Fernsehfilm) (Produzent)

1998: Leslie Nielsen ist sehr verdächtig (Produzent)

1998: Bin ich schön? (Produzent)

1998: Der Campus (Produzent)

1999: Der große Bagarozy (Drehbuch, Regie und Produzent)

1999–2008: Hausmeister Krause – Ordnung muss sein (Serie)

2001: Der Fall Vera Brühne (Fernsehfilm) (Produzent)

2001: Die Nebel von Avalon (Fernsehfilm) (Produzent)

2001: Der Schuh des Manitu (Co-Produzent)

2001: Nirgendwo in Afrika (Co-Produzent)

2002: Resident Evil (Produzent)

2002: Nackt (Produzent)

2004: Der Untergang (Drehbuch und Produzent)

2004: Resident Evil: Apocalypse (Executive Producer)

2005: Fantastic Four (Produzent)

2006: Elementarteilchen (Produzent)

2006: DOA: Dead or Alive (Produzent)

2006: Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (Drehbuch, Co-Autor und Produzent)

2007: Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (Produzent)

2007: Resident Evil: Extinction (Executive Producer)

2008: Der Baader Meinhof Komplex (Drehbuch und Produzent)

2010: Zeiten ändern dich (Drehbuch und Produzent)

2010: Kokowääh (Produzent)

2010: Resident Evil: Afterlife (Produzent)

2011: Die Superbullen (Produzent)

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